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Bericht zum 19. Jahrestreffen

Das 19. Jahrestreffen der K 70 Freunde e.V. fand vom 13.-15.05.2010 in Freiburg statt.
Anlässlich des 19. Jahrestreffens unseres Vereins trafen wir uns in Denzlingen bei Freiburg. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Matthias Baudoy, der in diesem Jahr das Treffen organisierte. Er hatte sich sehr viel Mühe gemacht und als Bonbon eine Infomappe über die Region für alle Teilnehmer des Treffens zusammengestellt.
Bereits einige Wochen vor dem Treffen verfolgte ich die Wettermeldungen aus der Region Freiburg. Werden wir wieder Glück mit dem Wetter haben, wie in den vergangenen Jahren schon so oft? Es sah ganz danach aus, allerdings nur bis eine Woche vor dem Termin an dem das Treffen stattfinden sollte. Die Sonne kehrte Freiburg den Rücken zu und der Winter schien wieder Einzug zu halten. Ganz nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter nur die falsche Kleidung!“, packte ich dann auch den Koffer. Und so fuhren Manfred und ich gut gerüstet zum 19. Jahrestreffen.
Donnerstag 13.05.2010: Am Morgen war perfektes K 70 Reisewetter, leicht bewölkt so dass es im K 70 nicht zu warm wurde. Je näher wir allerdings unserem Ziel kamen, desto dunkler wurde der Himmel und ab Karlsruhe regnete es dann auch mal heftiger. Aber egal, heute ist Anreise und ausgiebiges „Klönen“ im Restaurant angesagt. Wen interessiert es da schon ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint. Zwischen Kaffeetrinken und Abendessen trafen dann auch alle angemeldeten K 70 Freunde ein. Leider gab es zum Kaffee keine Schwarzwälderkirschtorte, obwohl sich 2/3 der Anwesenden schon während der Anreise darauf gefreut hatten.

Freitag 14.05.2010: Am Morgen des 14. Mai, dem Tag der Ausfahrt in den Schwarzwald, hatten sich die dunklen Regenwolken verzogen. Die niedrigen Temperaturen veranlassten uns aber dazu die wärmere Kleidervariante aus dem Koffer zu holen. Nach dem gemeinsamen Frühstück um 7.30 Uhr, ja es waren an diesem Morgen alle sehr früh, startete um 9.15 Uhr die Ausfahrt. An diesem Tag gönnten Manfred und ich unserem K 70 nach der langen Anreise einen Ruhetag, er ist ja nicht mehr der jüngste.

So fuhren zusammen mit Sabine bei Ata in seinem K 70 mit. Was natürlich den Vorteil hatte, das man sich während der Fahrt über „Gott und den K 70“ unterhalten konnte. Die Stimmung im Wagen wurde zunehmend heiter was man vom Wetter nicht behaupten konnte. Unser Weg führte durch das Glottertal über St. Peter und St. Märgen zur Schwarzwaldhochstrasse. Zuerst glaubte ich nicht was ich beim Blick aus dem Fenster sah, doch Sabine bestätigte, das hier und da vereinzelt noch Schnee lag. Östlich von Freiburg durchquerten wir dann das Dreisamtal und schlängelten uns hinauf zum Schauinsland (1284 m), dem Hausberg von Freiburg.
Die Bergstation (1220m), wo sich auch das Museumsbergwerk befindet, lag wie nach Regen in den Bergen üblich, im Wolkennebel und von Schau ins Land konnte leider nicht die Rede sein. Die gefühlten 0°C draußen waren ein Kontrast zu den konstanten, und heute angenehm warmen, 12°C im Museumsbergwerk.
Das aber K 70 Freunde so leicht nichts aus der Fassung bringt bewies Sabine, indem sie ganz locker ihre „Handschuhe“ aus der Tasche zauberte und überstreifte. Und ich dachte wir hätten die richtige Kleidung dabei!

Der Schauinsland ist über Jahrhunderte die Quelle des Wohlstandes für Freiburg gewesen. Er ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse, denn es wurden Silber und Mineralien abgebaut, und bildeten so die finanzielle Grundlage für den Bau des Münsters. Ohne den Silberbergbau und das Münster wäre Freiburg sicher nicht so bedeutend geworden. Das in 800 Jahren auf der Suche nach Silber, Blei und Zink im Schauinsland geschaffene Gruben-gebäude ist mit ca. 100 km Länge, verteilt auf 22 Etagen, das größte des Schwarzwaldes und der Vogesen. Es weist alle für den Metallerz-Bergbau typischen Bergbauperioden auf und ist besonders deshalb kulturgeschichtlich wertvoll. Das Bergwerk ist seit 1976 wieder aktiv, die Forschergruppe um den Juwelier Steiber hat es mit erheblichem Aufwand wiederbelebt und zu einem Viertel als Museumsbergwerk begeh- und besteigbar gemacht. Nach der 1-stündigen Führung im Bergwerk wärmten wir uns während des Mittagessens in der Panoramagaststätte „Bergstation“ vom innen und außen wieder auf. Ich fragte mich, wieso eigentlich Panoramagaststätte? – Durch die „Milchglasscheiben“ konnte man weder die Gondeln die Talwärts fuhren noch die Landschaft sehen, oder war es doch der Nebel der eine Weitsicht unmöglich machte?! Während ich diesen Bericht schrieb suchte ich mir Informationen aus dem Internet heraus und fand durch Zufall ein Bild der Bergstation mit Panoramasicht. Ich staunte nicht schlecht was wir bei guter Sicht gesehen hätten!

Am frühen Nachmittag fuhren wir über die ehemalige ADAC-Bergrennstrasse bergab nach Freiburg. Nachdem wir den Nebel hinter uns gelassen hatten wurde es fast sonnig und bei gefühlten 15°C machte die geführte Stadtbesichtigung richtig Spaß.
Die Stadtführerin war übrigens gebürtige Kölnerin und der Liebe wegen nach Freiburg gezogen. Sie ließ uns auch wissen das die Liebe längst weg ist, sie aber in Freiburg geblieben ist. Wir erfuhren von ihr in ca. 1,5 Stunden viel interessantes über das im Zentrum stehende Münster „unser liben Frowen Bauw“, über Gässle mit buntem Rheinkieselmosaiken und Bächle die durch die historische Altstadt fließen.

Nach der Führung verspürten wir große Lust auf Kaffee und natürlich einem Stück echter Schwarzwälderkirschtorte. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Cafe, was in Freiburg tatsächlich eine Herausforderung darstellte. Trinken die Leute den hier lieber ein „Viertele Wein“ als einen leckeren Milchkaffee? Nachdem wir ein Cafe, in dem für alle ein freier Platz war, gefunden hatten mussten wir leider feststellen, dass es an die sieben verschiedene Kuchen gab, aber keine Schwarzwälderkirschtorte! So langsam kamen wir ins Grübeln - wir sind im Schwarzwald aber es gibt keine Schwarzwälderkirschtorte - schon komisch, aber die Hoffnung stirbt zuletzt und morgen ist ja auch noch ein Tag.
Die Rückfahrt zum Hotel, wo wir gemeinsamen zu Abend aßen und den Abend früher oder später gemütlich ausklingen ließen, wurde nach vorheriger Absprache gestaltet.
Samstag 15.05.2010: Am Morgen waren die Frühstückszeiten variabler als am Vortag. Naturgemäß kamen diejenigen die den Abend später ausklingen ließen auch später zum Frühstück. Ich vermutete dass dies wohl auch an den „Viertele“ gelegen hatte. Aber zur Mitgliederversammlung sind alle pünktlich erschienen. Das Protokoll der 19. MV liegt für Mitglieder dieser Depesche bei.
Um 13.30 Uhr begann die für heute geplante Ausfahrt in den Kaiserstuhl, die das Motto „Wein“ hatte. Unser K 70, Manfred und ich freuten uns auf die Ausfahrt bei schönem Wetter, es war angenehm warm und die Sonne ließ sich hier und da auch mal blicken. Der Kaiserstuhl ist ein ehemaliger Vulkan der mit Löss dick bedeckt ist. Löss ist ein sehr fruchtbarer und vor allem wärme-speichernder Gesteinsstaub. Daher wurde hier schon sehr früh Wein und Obst angebaut. In den 1970er wurde er „flurbereinigt“, das heißt es wurden große, maschinentaugliche Terrassen in die Berge gegraben, was sehr umstritten war.
Heute aber sichert diese Umgestaltung die wirtschaftliche Bearbeitung der Flächen und macht viel von der Besonderheit der Landschaft aus. Die Böschungen zwischen den Terrassen auf denen die Reben wachsen, bieten vielen seltenen und wärmeliebenden Tieren und Pflanzen Lebensraum. Die jahrhundertlange landwirtschaftliche Nutzung hat ihre natürlichen Spuren hinterlassen. Hohlwege sind durch bäuerliche Fuhrwerke entstanden und es wurden sogenannte „Vorratskeller“ angelegt die wegen des Löss ohne tragende Elemente auskommen.

Der Vogelsangpass ist ein schöner Aussichtspunkt am Südrand des Kaiserstuhls. Von den Wiesen und dem Rastplatz an der alten Straße zwischen Bötzingen und Altvogtsburg hat man bei gutem Wetter eine schöne Aussicht auf die Freiburger Bucht und den südlichen Schwarzwald mit Feldberg, Schauinsland und Belchen. Während unserer Ausfahrt steuerten wir den besagten durch die Weinreben gewundenen Parkplatz an, und ließen die Blicke über die Weinberge schweifen. Anschließend führte uns der Weg nach Breisach zum „Badischen Winzerkeller“. Während einer 2-stündigen Führung brachte uns der Besucherführer mit natürlicher Heiterkeit, wir hatten alle den Verdacht das dies heute nicht seine erste Führung war, mit verständlichen Worten die Weinproduktion vom anliefern der Trauben, bearbeiten, vergären, lagern bis hin zum abfüllen und versenden der Flaschen näher.
Bei der anschließenden Weinprobe habe wahrscheinlich nicht nur ich, die von Wein gar keine Ahnung hat, viel über das Thema erfahren. So sahen, rochen und schmeckten wir dass jeder Wein eine eigene Farbe, Geruch und natürlich seinen eigenen Geschmack hat.

Unser nächstes Ziel war das romantische Weinstädtchen Burkheim. Es liegt am Westrand malerisch an den Hängen des Kaiserstuhls. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahre 762. Die Erhebung des Ortes zur Stadt erfolgte um 1330. Der Mittelalterliche Charakter von Burkheim wird durch die engen Gassen, die Ober- und Mittelstadt miteinander verbinden noch verstärkt. Burkheim gehört sicher zu den sehenswertesten Gemeinden am Kaiserstuhl.

Da Matthias uns noch vermitteln wollte, wie man eine gute Flasche Wein wieder aufbekommt, waren wir hier genau richtig. Eine besondere Attraktion und einmalig in Deutschland ist das Korkenzieher Museum in der Burkheimer Altstadt. Bernhard Maurers Sammelleidenschaft hat sich auf den "Flaschenöffner" spezialisiert. Einen Teil seiner Sammlung machte er im Jahr 2003 in seinem Privathaus als "Korkenzieher Museum Burkheim" öffentlich. Die Exponate reichen von Raritäten aus dem 18. Jahrhundert bis zu modernen Designerstücken. Hier erfuhren wir dass seit über 350 Jahren Flaschen mit Korken verschlossen werden. Und genau seit dieser Zeit machte man sich Gedanken darüber, wie man sie elegant und zuverlässig wieder aus den Flaschen heraus bekommt. Mit viel Fantasie und Erfindungsgabe sind dabei unglaubliche Korkenzieher entstanden: figürliche, mechanische, erotische, königliche, aber auch ganz einfache und schlichte Modelle. Über 1000 Patente weltweit lassen die Vielfalt der Systeme erahnen. Die Sammlung im Korkenziehermuseum umfasst mehr als 1000 Korkenzieher. Etwa zwei Drittel sind ständig ausgestellt und lassen die Geschichte dieser begehrten Sammelobjekte lebendig werden.
Bevor wir Burkheim wieder verließen stellten wir unsere K 70 vor das historische Tor und machten das obligatorische K70-Gruppenfoto. Danach fuhren wir zurück zum Hotel wo wir den Abend in gemütlicher Runde und natürlich bei einem guten Glas Wein vom Kaiserstuhl ausklingen ließen.
Sonntag 16.05.2010: Nach dem Frühstück hieß es dann wieder Abschied nehmen von liebgewonnenen Freunden, und auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Silvia Ilchmann

Nachdem das 19. Jahrestreffen offiziell beendet war fuhren Silvia, Manfred, Matthias und ich noch zum 70 km entfernten Feldberg im Schwarzwald. Zur Erklärung: Am Freitagabend riefen wir Franz und Lore an, um sie zu fragen ob sie evtl. an einem Abend während des Treffens vorbeikommen. Lore bedauerte und meinte, es würde für Franz zu beschwerlich, somit planten wir am Sonntag nach dem Ende des Treffens bei Fam. Menner vorbei zufahren. Und da es uns während des Treffens nicht gelang eine original "Schwarzwälder Kirschtorte" zu bekommen, hatten wir außerdem die Hoffnung am Sonntag doch noch ein Stück genießen zu können. Aber eine "Coppenrath & Wiese" Torte wollten wir nicht! Wenn wir schon im Schwarzwald sind, dann bitte eine "Richtige"!
So ging es am Sonntag um 11.00 Uhr Richtung Höchenschwand. Da Silvia und ich das Thema Schwarzwälderkirschtorte im K 70 noch einmal aufgriffen, schlug Matthias vor ein auf dem Weg liegendes kleines Seecafe am Schluchsee anzusteuern, allerdings war dieser Geheimtipp nur zu Fuß zu erreichen. Der Wanderweg führte uns an einem Cafe vorbei - es war sehr gepflegt und schön, aber auf der Speisenkarte stand keine Schwarzwälderkirschtorte drauf!!! Also schnell hinter Matthias und Manfred her, die beiden waren schon ein Stück voraus gewandert. Matthias führte uns zu einem kleinen, feinen unscheinbaren Häuschen mit Brettern verkleidet wie ein Hexenhäuschen.

Innen war es klein und eng und voller Leute. Wir hatten Glück denn vier Leute im Vorraum bezahlten gerade, und so nahmen wir Platz und bestellten Kaffee und fragten vorsichtig nach "Schwarzwälder Kirschtorte". Die Bedienung schaute uns entsetzt an!
"Orginal Schwarzwälder Kirschtorte"?
Selbstverständlich haben wir die und dazu noch selbstgebacken - na dann. Während wir warteten ließen wir unsere Blicke über den Schluchsee schweifen, das Cafe liegt direkt am Schluchsee mit großer Außenterrasse. Aber als die Bedienung mit dem Kuchen kam, staunten wir nicht schlecht, ein Riesenstück Torte, ein Traum und einfach köstlich!!!

Wir fuhren weiter zu Lore und Franz. Auf dem Weg dorthin sagte ich zu Silvia:" Mal sehen ob Lore einen Kuchen hat“. Silvia: „Bestimmt, vielleicht sogar eine "Schwarzwälder".
Wie verabredet trafen wir um 14.00 Uhr in Höchenschwand ein und Lore und Franz erwarteten uns zum Kaffee mit Schwarzwälderkirschtorte und Erdbeerkuchen. Wir mussten soooooo lachen, und erzählten den beiden das wir erst 3 Tage keine und dann an einem Tag 2 mal Schwarzwälderkirschtorte bekamen. So geht`s manchmal - apropos GEHEN. Lore & Franz geht es so weit gut, dem Franz nach seinem Schlaganfall den Umständen entsprechend. Sie haben sich beide sehr gefreut und bedauern es sehr nicht mehr in unserer Runde weilen zu können. Wir hatten an diesem Nachmittag viel zu erzählen und schwelgten in Erinnerungen an frühere Treffen. Auch darüber das Lore und Franz zu jedem Treffen für die Kinder eine riesige Tafel Schokolade und andere Süßigkeiten mitbrachten. Meine mittlerweile erwachsene Tochter Kerstin kann sich noch gut daran erinnern.
Während des Kaffees kam auch der Sohn von Lore und Franz mit seiner Freundin auf einen Besuch vorbei. Er ist ebenso wie sein Vater von Autos und Oldtimern begeistert und schraubt genauso gerne daran herum. Daher ist es kein Wunder das er den orangen K 70 von Franz weiter pflegt und fährt. Wir alle haben uns sehr gefreut die beiden nach so langer Zeit wieder zu sehen und werden es wenn möglich wieder einrichten die beiden einmal zu besuchen! Gegen 19.00 Uhr fuhren wir zurück nach Freiburg und genossen noch einmal die Fahrt durch den Schwarzwald. Am Hotel verabschiedeten wir uns voneinander und stiegen in unsere Autos um uns auf den Heimweg zu machen.
Das war noch ein Nachschlag aus dem Schwarzwald, bis dann Eure
Sabine Haack

Hier noch ein Auszug aus einer EMail an Franz Menner jun.: Hallo Franz, haben den Besuch bei Deinen Eltern am Sonntagnachmittag sehr genossen.
Die Fahrt zu und von Euch wieder nach Hause war ein Genuss. Dieses alte Auto fährt fahrdynamisch auf gutem Niveau. Nicht wissende Ausflügler konnten durchaus den Eindruck gewinnen,
„Der Fährt wie eine…. Sau.“
Im Auto waren alle glücklich und wir (ich auch) haben viel vom Hochschwarzwald gesehen.
Der tolle Kaffee wie auch der Kuchen sind ohne Beschwerden verdaut worden.
Bis zum nächsten Besuch, alles Gute nach Höchenschwand
Die K70 freunde

 

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Copyright © 2000 K 70 Freunde e.V.
Stand: 15. August 2010